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LLB steigert Gewinn dank operativer Stärke

10. März 2015 | 08:11 Autor: Liechtensteiner Landesbank Liechtenstein, Vorarlberg

Vaduz (FL) Die LLB-Gruppe steigerte 2014 den Jahresgewinn deutlich. Das Konzernergebnis stieg um 35.0 Prozent auf CHF 72.6 Mio. Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung eine stabile Dividende von CHF 1.50 pro Aktie vor.
 
•    Der Geschäftsertrag erreichte CHF 342.0 Mio.; belastend wirkten Zinsabsicherungskosten von CHF 55.9 Mio.
•    Der Geschäftsaufwand von CHF 271.0 Mio. konnte durch das fortgesetzte Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsprogramm gesenkt werden.
•    Das Geschäftsvolumen erhöhte sich auf CHF 60.9 Mia. Die betreuten Kundenvermögen nahmen um 2.3 Prozent auf CHF 50.2 Mia. zu, die Kundenausleihungen stiegen um 4.7 Prozent auf CHF 10.7 Mia.
•    Im zweiten Halbjahr 2014 erzielte die LLB-Gruppe einen Netto-Neugeld-Zufluss von CHF 301 Mio. Über das ganze Jahr belief sich der Netto-Neugeld-Abfluss auf CHF 350 Mio.
•    Mit einer Tier 1 Ratio von 18.3 Prozent steht die LLB-Gruppe für Sicherheit und Stabilität.
•    Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung vom 8. Mai 2015 eine stabile Dividende von netto CHF 1.50 pro LLB-Aktie.
•    Das Land Liechtenstein erhält von der LLB-Gruppe für 2014 rund CHF 35 Mio.

"Die LLB-Gruppe hat im vergangenen Jahr die Umsetzung der Strategie Focus2015 konsequent weiterverfolgt und wichtige Meilensteine erreicht", sagt Dr. Hans Werner Gassner, Präsident des Verwaltungsrates der LLB-Gruppe. "In einem von Niedrigzinsen geprägten Umfeld weisen wir eine erfreuliche operative Leistung vor. Stabile operative Erträge, erfolgreiche Effizienzsteigerungen, Neugeld-Zuflüsse in den Wachstumsmärkten und wegweisende Lösungen für unsere Kunden machen die LLB-Gruppe zu einer starken Partnerin."
 
Die wichtigsten Zahlen im Überblick

2014    2013    +/- %
Geschäftsertrag (in Mio. CHF)    342.0    487.0    -29.8
Geschäftsaufwand (in Mio. CHF)    -271.0    -426.0    -36.4
Konzernergebnis (in Mio. CHF)    72.6    53.8    35.0
Netto-Neugeld-Zufluss (in Mio. CHF)    -350    -2'167    -83.9
RoE (in %)    4.3    3.0     
Gewinn pro Aktie (in CHF)    2.45    1.75    40.0
Dividende pro Aktie (in CHF)    * 1.50    1.50    0.0
Cost-Income-Ratio (in %)    ** 78.2    ** 67.7    

31.12.2014    31.12.2013    +/- %
Tier 1 Ratio (in %)    18.3    18.8     
Geschäftsvolumen (in Mia. CHF)    60.9    59.3    2.7
 Kundenvermögen (in Mia. CHF)    50.2    49.1    2.3
Kundenausleihungen (in Mia. CHF)    10.7    10.2    4.7
Bilanzsumme (in Mia. CHF)    20.8    20.9    -0.7

* Antrag des Verwaltungsrates an die Generalversammlung vom 8. Mai 2015
** Bereinigt um Markteffekte (Zinssatzswaps und Kurserfolge aus Finanzanlagen) beträgt die Cost-Income-Ratio 70.9 % für 2014 bzw. 73.1 % für 2013.

Effizienzsteigerung und operative Stärkung
Das Konzernergebnis der LLB-Gruppe erhöhte sich 2014 um CHF 18.8 Mio. von CHF 53.8 Mio. auf CHF 72.6 Mio.

Der Geschäftsertrag nahm in der Berichtsperiode um 29.8 Prozent ab und belief sich auf CHF 342.0 Mio. Bereinigt um die 2013 erfolgte Veräusserung der Jura-Trust-Gruppe, die Schliessung der LLB Schweiz und Sonderfaktoren 2013, hat der Geschäftsertrag 2014 um 10.1 Prozent abgenommen. Der Rückgang ist fast ausschliesslich auf den wegen der gesunkenen Marktzinsen stichtagsbezogenen Bewertungsverlust aus Zinsabsicherungsinstrumenten zurückzuführen. Dieser belief sich 2014 auf CHF 55.9 Mio., während im Vorjahr noch ein Buchgewinn von CHF 30.3 Mio. resultierte. Die Zinsabsicherungskosten waren im Wesentlichen auch für die höhere Cost-Income-Ratio von 78.2 Prozent (Vorjahr: 67.7 Prozent) verantwortlich. Bereinigt um Markteffekte (Zinssatzswaps und Kurserfolge) nahm die Cost-Income-Ratio von 73.1 Prozent im Vorjahr auf 70.9 Prozent ab.

Im Rahmen der Strategie Focus2015 hat die LLB-Gruppe ihr Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsprogramm erfolgreich umgesetzt und in einem anspruchsvollen Marktumfeld ihre operative Leistung weiter gestärkt. Der Geschäftsaufwand verringerte sich 2014 von CHF 426.0 Mio. auf CHF 271.0 Mio. Auf vergleichbarer Vorjahresbasis konnte der Geschäftsaufwand um CHF 9.0 Mio. oder 3.2 Prozent reduziert werden. Der Sachaufwand sank auf vergleichbarer Vorjahresbasis um CHF 9.1 Mio. beziehungsweise 10.9 Prozent auf CHF 74.8 Mio. Die Gründe liegen in tieferen Liegenschaften- und IT-Aufwendungen sowie reduzierten Kosten für externe Beratungen. Der Personalaufwand lag mit CHF 163.9 Mio. um 5.4 Prozent unter dem Vorjahr (CHF 173.2 Mio.). Die LLB-Gruppe hatte Ende 2014 893 Vollzeitstellen (Vorjahr: 925).
 
Solides operatives Geschäft
Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft vor Wertberichtigung für Kreditrisiken ging um 6.2 Prozent auf CHF 136.6 Mio. zurück; auf vergleichbarer Vorjahresbasis stieg der Zinserfolg trotz gesunkener Zinsen um 0.5 Prozent. Im Zinsengeschäft mit Kunden wurde ein auf vergleichbarer Vorjahresbasis um CHF 5.9 Mio. besserer Erfolg erzielt; das Zinsengeschäft mit Banken war mit einem Aufwand von CHF 1.9 Mio. erwartungsgemäss rückläufig. Dank der Stärkung der Kreditorganisation lagen die Wertberichtigungen für Kreditrisiken zu Lasten der Erfolgsrechnung bei CHF 1.8 Mio. Der Erfolg aus dem Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft, welcher um 9.4 Prozent auf CHF 190.6 Mio. abnahm, war auf vergleichbarer Vorjahresbasis unverändert. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft reduzierte sich wegen der Zinsabsicherungskosten deutlich von plus CHF 58.6 Mio. im Jahr 2013 auf minus CHF 23.4 Mio. in der Berichtsperiode. 2014 nahm der Erfolg aus Finanzanlagen, zum Fair Value bewertet, von CHF 15.6 Mio. im Vorjahr auf CHF 36.3 Mio. zu.
 
LLB Österreich erreicht Gewinnschwelle

Zur Gewinnsteigerung der LLB-Gruppe trugen auch die Tochtergesellschafen in der Schweiz und in Österreich bei. Die Bank Linth vermeldete kürzlich für das Geschäftsjahr 2014 eine markante Gewinnsteigerung. Die LLB Österreich, mit Sitz in Wien, erreichte fünf Jahre nach ihrer Gründung plangemäss die Gewinnschwelle. Sie betreute Ende 2014 mit 40 Mitarbeitenden Kundenvermögen von rund CHF 2 Mia.
 
Netto-Neugeld-Zuflüsse in den Wachstumsmärkten

Die betreuten Kundenvermögen erhöhten sich auf CHF 50.2 Mia. per Ende 2014. Dies entspricht einer Zunahme von 2.3 Prozent (Ende 2013: CHF 49.1 Mia.). Während 2013 die Netto-Neugeld-Abflüsse CHF 2'167 Mio. betrugen, was im Wesentlichen auf die Schliessung der LLB Schweiz zurückzuführen war, reduzierten sie sich 2014 auf CHF 350 Mio. Erwartungsgemäss flossen Gelder aus den traditionellen grenzüberschreitenden Märkten ab. Zudem belasteten einzelne Abflüsse bei Depotbankfonds und durch öffentliche Institutionen im ersten Halbjahr 2014 die positive Akquisitionsleistung der LLB-Gruppe. In den Wachstumsmärkten Zentral- und Osteuropa sowie Mittlerer Osten waren 2014 Netto-Neugeldzuflüsse von CHF 514 Mio. zu verzeichnen, was wesentlich dazu beitrug, dass die LLB-Gruppe im zweiten Halbjahr insgesamt Netto-Neugeld-Zuflüsse von CHF 301 Mio. erzielte.
 
Die Kundenausleihungen stiegen um 4.7 Prozent von CHF 10.2 Mia. auf CHF 10.7 Mia., die Hypothekarforderungen um 4.5 Prozent von CHF 8.9 Mia. auf CHF 9.3 Mia.
 
Starke Eigenkapitalbasis
Die LLB-Gruppe steht für Sicherheit und Stabilität. Die Eigenkapitalbasis beläuft sich auf CHF 1.8 Mia. Die Tier 1 Ratio liegt mit 18.3 Prozent auf hohem Niveau. Die konsolidierte Bilanzsumme erreichte Ende 2014 CHF 20.8 Mia. und war gegenüber dem Vorjahr (CHF 20.9 Mia.) annähernd unverändert. Die Rendite auf dem Eigenkapital, das den Aktionären zusteht, lag bei 4.3 Prozent (Vorjahr: 3.0 Prozent).
 
Stabile Dividende
Entsprechend der langfristig ausgerichteten Ausschüttungspolitik beantragt der Verwaltungsrat der Generalversammlung vom 8. Mai 2015 wie im Vorjahr eine Dividende von CHF 1.50. Die Ausschüttungsquote beträgt 59.5 Prozent. Im Sinne der Kontinuität schlägt er der Generalversammlung die Wiederwahl des Präsidenten, Dr. Hans-Werner Gassner, sowie der Mitglieder Markus Büchel, Markus Foser und Roland Oehri vor. Zudem beantragt der Verwaltungsrat eine generelle Statutenänderung, die eine Stärkung der Aktionärsrechte und eine grundsätzliche Modernisierung zum Ziel hat.
 
Volkswirtschaftlicher Beitrag
Das Land Liechtenstein erhält von der LLB-Gruppe für 2014 durch die beantragte Dividendenausschüttung, direkte Steuern und die Abgeltung der Staatsgarantie einen Beitrag von rund CHF 35 Mio. (Vorjahr: CHF 31.1 Mio.).  
 
Verkauf swisspartners
Wie am 6. März 2015 mitgeteilt, verkaufte die Liechtensteinische Landesbank ihre Mehrheitsbeteiligung an der swisspartners Investment Network AG. Mit der Veräusserung setzt die LLB-Gruppe einen weiteren Meilenstein in der Umsetzung ihrer Strategie Focus2015. Der Verkauf wird das Konzernergebnis 2015 mit rund CHF 9 Mio. positiv beeinflussen und die Kundenvermögen um rund CHF 3 Mia. reduzieren.
 
Ausblick
Nach der Einführung von Negativzinsen und der Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch die SNB sieht die LLB-Gruppe für 2015 zusätzliche Risiken hinsichtlich Entwicklung der Marktzinsen und der Aktienmärkte. Aufgrund dieser Rahmenbedingungen wird sie trotz erfolgreicher strategischer Neupositionierung für das laufende Geschäftsjahr voraussichtlich einen tieferen Konzerngewinn ausweisen und in der Folge voraussichtlich nicht alle quantitativen Ziele 2013 bis 2015 erreichen können. Dies betrifft insbesondere die angestrebte Cost-Income-Ratio und das kumulierte Konzernergebnis über drei Jahre.
 
Das Unternehmen schreitet 2015 mit der strategischen Fokussierung auf ausgewählte Kundensegmente und Märkte voran. Das dadurch erwartete Netto-Neugeldwachstum in den Onshore- und in den Wachstumsmärkten dürfte den Netto-Neugeld-Abfluss in den traditionellen grenzüberschreitenden und den nicht-strategischen Märkten nicht vollständig kompensieren.
 
Roland Matt, Group CEO der LLB-Gruppe, kommentiert: "Wir stehen im letzten Drittel der Umsetzung unserer Strategie Focus2015. Für das laufende Geschäftsjahr streben wir eine weitere Stärkung der operativen Leistung an. In einem anspruchsvollen Zins- und Marktumfeld werden wir unseren Innovationspfad weiterverfolgen und unsere Massnahmen zur wirksamen Ertrags- und Effizienzsteigerung entschlossen vorantreiben, um für die Zukunft gerüstet zu sein."
 
Die LLB-Gruppe hält an ihrer attraktiven Dividendenpolitik fest.
Informationen zum Jahresergebnis 2014
Das Jahresergebnis 2014 der LLB-Gruppe ist am 10. März 2015, ab 7.00 Uhr, unter www.llb.li abrufbar. Der Geschäftsbericht 2014 steht in einer interaktiven Online-Version zur Verfügung unter:
 
Wichtige Termine
•    Freitag, 8. Mai 2015, 23. ordentliche Generalversammlung
•    Dienstag, 12. Mai 2015, Ex-Datum der Dividende
•    Freitag, 15. Mai 2015, Ausschüttung der Dividende
•    Donnerstag, 27. August 2015, Präsentation des Halbjahresergebnisses 2015
•    Donnerstag, 10. März 2016, Präsentation des Jahresergebnisses 2015
 
Kurzporträt
Die Liechtensteinische Landesbank AG (LLB) ist das traditionsreichste Finanzinstitut im Fürstentum Liechtenstein. Mehrheitsaktionär ist das Land Liechtenstein. Die Aktien sind an der SIX Swiss Exchange kotiert (Symbol: LLB). Die LLB-Gruppe bietet ihren Kunden umfassende Dienstleistungen im Wealth Management an: als Universalbank, im Private Banking, Asset Management sowie bei Fund Services. Mit 893 Mitarbeitenden (in Vollzeitstellen) ist sie in Liechtenstein, in der Schweiz, in Österreich und den Vereinigten Arabischen Emiraten (Abu Dhabi und Dubai) präsent. Per 31. Dezember 2014 betreute die LLB-Gruppe ein Geschäftsvolumen von CHF 60.9 Mia.

    Liechtensteinische Landesbank AG

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