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Liechtensteinische Landesbank Gruppe mit deutlicher Ergebnissteigerung 2015

10. März 2016 | 08:24 Autor: LLB Österreich, Liechtenstein

Vaduz (FL) Die LLB-Gruppe steigerte 2015 ihren Jahresgewinn um 19.7 Prozent auf CHF 86.3 Mio. Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung eine Erhöhung der Dividende auf CHF 1.60 pro Aktie vor. Mit dem erfolgreichen Abschluss von Focus2015 tritt die LLB-Gruppe aus einer Position der Stärke in eine neue Phase der strategischen Positionierung. Mit der Strategie StepUp2020 liegt der Schwerpunkt in den nächsten fünf Jahren auf nachhaltig profitablem Wachstum.

"Mit dem Abschluss der Strategie Focus2015 hat die LLB-Gruppe eine Position der Stärke erreicht und blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2015 zurück. Trotz vielfältiger Herausforderungen konnten wir den Gewinn 2015 deutlich auf CHF 86.3 Mio. steigern", zeigt sich Dr. Hans Werner Gassner, Präsident des Verwaltungsrates der LLB-Gruppe, mit dem Jahresergebnis zufrieden.

Kontinuierliche Verbesserung des Konzernergebnisses

Die LLB-Gruppe erwirtschaftete 2015 ein Konzernergebnis, das mit CHF 86.3 Mio. um CHF 14.2 Mio. beziehungsweise 19.7 Prozent höher ausfiel als im Vorjahr (2014: CHF 72.1 Mio.). Aufgrund des Verkaufs der swisspartners Gruppe reduzierte sich der Geschäftsertrag um 8.3 Prozent auf CHF 313.2 Mio. Auf vergleichbarer Vorjahresbasis – das heisst bereinigt um die swisspartners Gruppe – konnte der Geschäftsertrag um 2.5 Prozent beziehungsweise CHF 7.8 Mio. gesteigert werden.

Höhere Erträge im Kundengeschäft

Der Entscheid der Schweizerischen Nationalbank, die Euro-Untergrenze aufzuheben sowie Negativzinsen einzuführen, wirkte sich erwartungsgemäss negativ auf das Zinsengeschäft aus. Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft vor Wertberichtigungen für Kreditrisiken sank 2015 aufgrund höherer Zinsabsicherungskosten um 3.0 Prozent auf CHF 132.5 Mio. (2014: CHF 136.6 Mio.). Die Zinserträge im Kundengeschäft stiegen gegenüber dem Vorjahr um 2.9 Prozent. Der Verkauf der swisspartners Gruppe liess den Erfolg aus dem Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft um 21.5 Prozent auf CHF 149.6 Mio. (2014: CHF 190.6 Mio.) sinken. Auf vergleichbarer Vorjahresbasis hätte der Erfolg aus dem Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft um 3.2 Prozent abgenommen.

Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft erhöhte sich deutlich auf CHF 33.1 Mio. (2014: minus CHF 24.0 Mio.). Der Kundenhandel mit Devisen, Valuten und Edelmetallen nahm um 33.7 Prozent auf CHF 43.0 Mio. zu. Hier profitierte die LLB-Gruppe von hohen Devisenumsätzen. Wie schon im Vorjahr führten die rückläufigen Zinsen zu einem stichtagsbezogenen Bewertungsverlust bei den Zinsabsicherungsinstrumenten von CHF 10.1 Mio. Der Erfolg aus Finanzanlagen lag bei minus CHF 0.7 Mio. (2014: plus CHF 36.3 Mio.).

Fokussierung abgeschlossen – Kostenziel erreicht

Die Fokussierung erlaubte es, das Kostenmanagement konsequent umzusetzen. Der Geschäftsaufwand reduzierte sich gegenüber 2014 um 18.4 Prozent beziehungsweise CHF 49.9 Mio. auf CHF 221.1 Mio. Auf vergleichbarer Vorjahresbasis nahm der Aufwand um 9.2 Prozent beziehungsweise CHF 22.4 Mio. ab. Die im Rahmen der Strategie Focus2015 definierte Zielsetzung, den Geschäftsaufwand auf CHF 240 Mio. zu senken, hat die LLB-Gruppe Ende 2015 erreicht.

Die Cost-Income-Ratio betrug 69.5 Prozent (2014: 78.3 %). Ohne Markteffekte, das heisst ohne Zinssatzswaps und ohne Kurserfolge aus Finanzanlagen, lag die operative Cost-Income-Ratio bei 63.7 Prozent (2014: 70.9%).

Neue Basis beim Geschäftsvolumen von CHF 56.6 Mia.

Das Geschäftsvolumen belief sich Ende 2015 auf CHF 56.6 Mia. Die Kundenvermögen der LLB-Gruppe lagen per 31. Dezember 2015 bei CHF 45.6 Mia. (31.12.2014: CHF 50.2 Mia.). Der Rückgang ist auf den Verkauf der swisspartners Gruppe (minus CHF 3.3 Mia.) sowie Währungseffekte (minus CHF 1.0 Mia.) zurückzuführen.

Der Netto-Neugeld-Abfluss betrug CHF 206 Mio. und verlangsamte sich gegenüber dem Vorjahr (minus CHF 350 Mio.) weiter.

Die Kundenausleihungen stiegen im Geschäftsjahr 2015 auf CHF 11.0 Mia. Das entspricht einer Zunahme von 2.5 Prozent (31.12.2014: CHF 10.7 Mia.). Die Hypothekarforderungen nahmen um 2.6 Prozent auf CHF 9.6 Mia. (31.12.2014: CHF 9.3 Mia.) zu.

Starke Eigenkapitalbasis

Die konsolidierte Bilanzsumme erreichte Ende 2015 CHF 19.7 Mia. (31.12.2014: CHF 20.8 Mia.). Der Rückgang um 5.2 Prozent resultiert insbesondere aus der Veräusserung der swisspartners Gruppe. Die LLB-Gruppe verfügt mit einem Eigenkapital von CHF 1.8 Mia. über eine hohe finanzielle Sicherheit und Stabilität. Die Tier 1 Ratio lag bei 20.6 Prozent (31.12.2014: 18.3 %). Die Rendite auf dem Eigenkapital, das den Aktionären zusteht, erhöhte sich auf 5.0 Prozent (2014: 4.3 %).

Höhere Dividende

Aufgrund der im Geschäftsjahr 2015 erneut gesteigerten operativen Leistung und entsprechend der langfristig ausgerichteten Ausschüttungspolitik schlägt der Verwaltungsrat der Generalversammlung am 4. Mai 2016 eine höhere Dividende von 1.60 Franken pro LLB-Aktie vor. Dies entspricht einer Steigerung von 6.7 Prozent und einer attraktiven Dividendenrendite von 4.5 Prozent. Die Ausschüttungsquote für 2015 beträgt 53 Prozent.

Im Sinne der Kontinuität schlägt der Verwaltungsrat der Generalversammlung Dr. Patrizia Holenstein für eine zweite Amtszeit zur Wiederwahl vor. Sie wurde 2013 erstmals in den Verwaltungsrat gewählt.

Volkswirtschaftlicher Beitrag

Das Land Liechtenstein erhält von der LLB-Gruppe für 2015 durch die beantragte Dividendenausschüttung, direkte Steuern und die Abgeltung der Staatsgarantie einen Beitrag von CHF 31.7 Mio.

Ausblick
"Mit unserer neuen Strategie StepUp2020 setzen wir uns neue Ziele und leiten 2016 eine Phase nachhaltigen profitablen Wachstums in den nächsten fünf Jahren ein", führt Group CEO Roland Matt aus. "Die erneute Verbesserung der operativen Leistung gibt uns den dazu nötigen Gestaltungsspielraum."

2016 wird die LLB-Gruppe Initiativen in allen vier Kernelementen Wachstum, Profitabilität, Innovation und Exzellenz starten. Sie wird ihre Vertriebskraft erhöhen und sowohl in den Onshore-Märkten als auch in den Wachstumsmärkten insgesamt rund 20 neue Kundenberater einstellen. In allen Marktdivisionen werden innovative Produkte und Dienstleistungen lanciert. In wenigen Tagen bringt die LLB-Gruppe eine wegweisende Lösung in der Anlageberatung auf den Markt. Als erste Bank in Liechtenstein bietet sie die Video-Identifikation zur Online-Kontoeröffnung an. Mit dem neuen Programm für die SAQ-Kundenberater-Zertifizierung wird die herausragende Beratungskompetenz nach einheitlichen Qualitätskriterien sichergestellt. In Liechtenstein ist die LLB das erste Finanzhaus, in der Schweiz gehört die LLB-Gruppe zu den ersten, die das Konzept konsequent im Gesamtunternehmen umsetzen.

Eine Planänderung bei der Personalvorsorge der LLB führt im Geschäftsjahr 2016 gemäss IAS 19 zu einer um rund CHF 9 Mio. tieferen Vorsorgeverpflichtung, was den Personalaufwand 2016 einmalig um diesen Betrag reduziert.

Für das Jahr 2016 geht die LLB-Gruppe von einem anhaltend anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld aus. Frankenstärke, Negativzinsen, volatile Finanzmärkte und zunehmende Regulierung werden die Banken weiter fordern. Mit der Strategie StepUp2020 setzt sie auf nachhaltig profitables Wachstum. Die LLB-Gruppe ist zuversichtlich, dass sie dank ihres stabilen Fundaments, des fokussierten Geschäftsmodells und der klaren Strategie auch im Geschäftsjahr 2016 weitere operative Fortschritte erzielen und ein solides Konzernergebnis erwirtschaften wird.

    Liechtensteinische Landesbank AG

    Städtle 44, 9490 Vaduz, Liechtenstein
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