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Am 12. April wird die Universität Liechtenstein zum Knotenpunkt für aktuelle Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis im Trustrecht.

6. Liechtenstein Trust Conference 2016 zum Thema "Trust Protektoren, Private Trust Companies und Vermögensschutz"

30. März 2016 | 13:34 Autor: Universität Liechtenstein Österreich, Liechtenstein

Vaduz (FL) Bereits zum sechsten Mal veranstaltet der Lehrstuhl für Gesellschafts‐, Stiftungs‐ und Trustrecht an der Universität Liechtenstein die Liechtenstein Trust Conference mit neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen und praxisnahen Tipps internationaler Experten. Am 12. April 2016 widmet sich die Tagung dem Thema „Trust Protektoren, Private Trust Companies und Vermögensschutz“.

Aufgrund seiner Flexibilität und seiner bewährten Einsetzbarkeit in familiären Konstellationen sowie zum Vermögensschutz findet das Institut des Trust weltweit immer mehr Beachtung. Aus diesem Grund ist Liechtenstein dazu angehalten, sich neben den nationalen auch mit den international diskutierten Themen auf diesem Gebiet auseinanderzusetzen.

Private Trust Companies und Vermögensschutz

Der erste Teil, der von Prof. Dr. Francesco A. Schurr und seinem Team konzipierten Tagung, widmet sich dem Sinn und Zweck der Private Trust Company unter Berücksichtigung von Family Governance sowie praxisrelevanten Aspekten des Vermögensschutzes. Im Anschluss daran wird der Fokus auf den Trust in Civil-Law-Rechtsordnungen gelegt und in diesem Zusammenhang werden sich die Referenten mit der Frage beschäftigen, inwieweit der Trust mit den rechtlichen Grundsätzen im Civil-Law-Rechtskreis (z.B. in Liechtenstein, Schweiz, Italien) vereinbar ist.

Zunehmende Bedeutung von Ermessenstrusts und Trust Protektoren

Am Nachmittag erfahren die Teilnehmenden mehr zu Ermessenstrusts und Trustinnovationen in der Praxis sowie zum Thema Trust-Protektoren. Aufgrund der zunehmenden Nachfrage nach Ermessenstrusts wird es für die Praxis immer wichtiger, den Massstab für die Ermessensausübung durch den Trustee zu ermitteln. Nach einer ausführlichen theoretischen Erläuterung dieses Themas kommt es zu einer Darstellung der zur internationalen Trustpraxis gewonnenen empirischen Erkenntnisse. Insbesondere Kunden aus Civil-Law-Rechtsordnungen, welche die Vorteile von Trusts in Anspruch nehmen wollen, haben oftmals Bedenken bei einer vollständigen Aufgabe der Kontrolle über ihr Vermögen. Dies gilt vor allem dann, wenn sich Assets in ausländischen Jurisdiktionen befinden. Dieses Problem lässt sich durch die Ernennung eines Trust-Protektors überwinden. Bekanntlich ist die Figur des Trust-Protektors in Offshore-Rechtsordnungen besonders ausgeprägt und gewinnt weltweit zunehmend an Bedeutung. Da die Rolle von Protektoren von Land zu Land variiert, wird der Schwerpunkt auf die Regelung der Rechte und Pflichten des Protektors in verschiedenen Ländern gelegt.

Nationale und internationale Experten berichten

Für die Vorträge konnten international anerkannte Experten aus Wissenschaft und Praxis u.a. Dr. Johanna Niegel, Liechtenstein, Dr. Adam Hofri-Winogradow, Israel, Prof. Dr. Maurizio Lupoi, Italien/San Marino, und Prof. Dr. Paul Matthews, Grossbritannien, gewonnen werden. Die Teilnehmenden werden ausreichend Gelegenheit haben, ihre Fragen im Anschluss an die Präsentationen sowie im Rahmen einer finalen Paneldiskussion zu stellen. Die Tagung wird in englischer Sprache durchgeführt.

Diese Veranstaltung finden Sie auch in unserem Wirtschaftskalender.

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